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Tag der offenen Tür in St. Elisabeth

“Die Gegenwart und Zukunft der Altenpflege ist in aller Munde und wird auf allen gesellschaftlichen Ebenen diskutiert und besprochen. Wir laden Sie am 24.09.2011 zu einem Besuch unseres Hauses St. Elisabeth in Schliersee-Neuhaus ein. Verschaffen Sie sich einen persönlichen Eindruck von den Leistungen und der Leistungsfähigkeit einer modernen Altenpflegeeinrichtung ganz in Ihrer Nähe. Informieren sie sich vor Ort zu allen Fragen des Heimaufenthalts und seiner Finanzierung. Erleben Sie unser offenes Haus mit den für Sie bereitgehaltenen Angeboten und der Freundlichkeit seiner Mitarbeiter/innen. Wir freuen uns auf Ihr Kommen und wünschen Ihnen einen schönen Tag in St. Elisabeth.”

Flyer zum Tag der offenen Tür [ 461 kb ]

Vermeidung freiheitsentziehender Maßnahmen in der Pflege

Die Pflegenden in St. Elisabeth haben vom 09.05.11 – 10.06.2011 ein Projekt zur Vermeidung von freiheitsentziehenden Maßnahmen (FEM) in der Pflege durchgeführt. Dabei wurde versucht durch individuell geeignete, alternative Pflegemethoden die bis dahin ausgeführte Zahl von freiheitsentziehenden Maßnahmen zu verringern. Etwa 80 % aller FEM sind sogenannte Bettgitterbeschlüsse, die die richterliche Genehmigung beinhalten, das Bettgitter zur Vorbeugung vor Stürzen aus dem Bett hochzuziehen bzw. den Bewohner am Verlassen des Betts hindern.

Folgende Alternativen kamen bei unseren Bewohnern zur Anwendung:
  • Bodennahe Pflege (Pflegenest) - die BewohnerInnen werden ohne Bett nur auf der Matratze liegend gepflegt und versorgt.
  • Einsatz von Sturzpräventionsmatten - das Bettgitter bleibt unaufgezogen, Stürze aus dem Bett werden im Sinne einer freien Willensausübung des/r Bewohners/in in Kauf genommen, durch die Präventionsmatte oder Matratze allerdings abgepuffert und bleiben damit meist folgenlos (keineFrakturengefahr)
  • Einsatz von speziellen Pflegebetten - Die Liegefläche dieser Betten befindet sich ca. 20-25 cm über dem Bodenniveau und erlaubt daher den Verzicht auf das Bettgitter, weil ein mögliches hinausrollen aus dieser Höhenposition bei gesichertem Vorfeld keine Verletzungen nach sich zieht.
  • Verzicht auf Fixiergurte - auf Fixiergurte im Bett wurde vollständig verzichtet auf Gurte im Rollstuhl ebenso, diese wurden aber z. T. nach Stürzen der Bewohner wieder angelegt.
Das Ergebnis der mit zusätzlichem Pflegeeinsatz verbundenen alternativen Maßnahmen kann sich sehen lassen:
  • Anteil an FEM zu Projektbeginn 09.05.11 bezogen auf alle Bewohner des Hauses: 29,76 %
  • Anteil nach Durchführung alternativer Maßnahmen bis 10.06.11: 15,19 %
  • Aktueller Stand 07.07.11 nach partieller Ablehnung der alternativen Maßnahmen durch die betroffenen Bewohner bzw. deren Betreuer: 17,28 %

Wir führen ein monatliches monitoring jeder einzelnen FEM-Maßnahme mit regelmäßiger Überprüfung von Alternativen durch. Unser Ziel ist es, dass im Pflegealltag nicht die Fixierung sondern die Alternative zur Normalität wird, die betroffenen Bewohner ein höheres Maß an Freizügigkeit und Lebensqualität genießen und diese grundsätzliche Haltung und Praxis allen Beteiligten als win–win-Situation bewusst wird.

FSJ-Gruppe gestaltet mit Senioren in St. Elisabeth

Die in caritativen Einrichtungen beschäftigten Jugendlichen im freiwilligen, sozialen Jahr treffen sich jährlich im Mai zu ihrem Abschlußkurs im Jugendhaus Josefstal in Neuhaus. Regelmäßig werden die Bewohner unseres Altenheims in die Projektarbeit der engagierten Arbeitsgruppen miteinbezogen. So auch in diesem Jahr, wo in gemeinsamer Arbeit eine Gartenbank gestaltet und bemalt werden soll. Die Begegnungen zwischen den jungen Menschen und den Heimbewohnern bei gemeinsamem Tun und Feiern sind wertvoll und zahlreich. Das Projekt umfasst einen Vorbereitungstag und einen Ausführungstag und soll alte und junge Menschen zusammen führen. Zur Freude der Bewohner sind auch die Kinder aus dem Pfarrkindergarten in Neuhaus mit „von der Partie“ und sorgen dafür, dass dieser gemeinsame Tag wahrlich ein Generationentreffen wird.

Ein Hochbeet zum „Garteln und Gießen“

Mitarbeiter unserer Einrichtung und die „Weggefährten“ bauen unter Beteiligung unserer Bewohner ein Hochbeet, in dem Kräuter gezogen und geerntet werden sollen. Das Hochbeet wird selbstverständlich auch für Rollstuhlfahrer/innen erreichbar und bearbeitbar sein. Hier soll nicht nur der Schnittlauch für die hervorragenden Suppen aus unserer Küche wachsen, sondern auch die Freude der Bewohner im Umgang mit Pflanzen, dem Wetter und dem Unkraut.

Konzept zur Sterbebegleitung in St. Elisabeth

Die jährliche Frühjahrsklausur der Leitenden Mitarbeiter/innen in St. Elisabeth stand heuer unter dem Thema „Sterben in St. Elisabeth“ . Unter der Leitung und Moderation von Pfarrer Matthias Striebeck fanden die Mitarbeiter/innen über die persönliche Perspektive auf das eigene Sterben und die Erfahrungen im Heimalltag den Zugang zu den wichtigsten Themenfeldern die das „institutionelle Sterben“ wieder persönlich und einzigartig machen kann. Aus diesen Themenfeldern wird eine Arbeitsgruppe ein praxisorientiertes Konzept erarbeiten, das dem Sterben von Menschen im Altenheim St. Elisabeth und deren Begleitung durch Angehörige, Mitarbeiter/innen Seelsorger, Ärzten/innen die angemessene Bedeutung und Würde aber auch Raum und Zeit dafür sichern soll.

Sturzprävention

Nach Abschluß des dreijährigen von der AOK begleiteten Sturzpräventionsprojekts in St. Elisabeth kann ein positives Resümee gezogen werden. Der Bewußtseinsstand zur Prophylaxe von Stürzen und die Umsetzung entsprechender Maßnahmen hat sich bei Bewohnern und Mitarbeitern/innen deutlich erhöht. Innerhalb der Sturzpräventionsgruppe kann von einer signifikanten Verringerung der Sturzhäufigkeit und einem spürbaren Gewinn an Sicherheit in der alltäglichen Mobilität gesprochen werden. Die Teilnehmer/innen sind wie eh und je mit Begeisterung bei der Sache und freuen sich auf die regelmäßigen Treffen. Frau Köddermann, die die Gruppe seit Jahren leitet und auch so manche gesellige Zusammenkunft organisiert hat, wertet mit der Pflegedienstleitung die Sturzprotokolle eines Jahres im Hause aus und informiert Kollegen/innen in einer Fortbildungsveranstaltung über die Ergebnisse und erforderliche Maßnahmen die sich für die Betreuungspraxis daraus ergeben. Natürlich werden diese Ergebnisse auch unseren Bewohnern vermittelt und zugänglich gemacht.

Hundebesuchsdienst in St. Elisabeth

Frau Anne Stumbaum und ihr Hund Moritz besuchen seit September 2008 die Bewohner/innen des Altenheims St. Elisabeth in Neuhaus. Moritz ist ein außerordentlich freundlicher Mischlingshund, der zur Freude der Bewohner/innen regelmäßig alle zwei Wochen am Montagnachmittag zu Besuch kommt.
Dabei gibt es leuchtende Augenpaare, freudige, manchmal auch lustige Momente, Erinnerungen der Heimbewohner an ehemalige Beziehungen zwischen ihnen und ihren Tieren.
Die Besuche von Moritz und Frau Stumbaum beleben die Montagnachmittage unserer Bewohner/innen und schaffen Bezug zum "Hund" und den individuellen Erfahrungen mit Haustieren.

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