|
|
|
 |
Vermeidung freiheitsentziehender Maßnahmen in der Pflege
Die Pflegenden in St. Elisabeth haben vom 09.05.11
– 10.06.2011 ein Projekt zur Vermeidung von freiheitsentziehenden
Maßnahmen (FEM) in der Pflege durchgeführt. Dabei wurde versucht
durch individuell geeignete, alternative Pflegemethoden die bis
dahin ausgeführte Zahl von freiheitsentziehenden Maßnahmen zu
verringern. Etwa 80 % aller FEM sind sogenannte Bettgitterbeschlüsse,
die die richterliche Genehmigung beinhalten, das Bettgitter zur
Vorbeugung vor Stürzen aus dem Bett hochzuziehen bzw. den Bewohner
am Verlassen des Betts hindern.
Folgende Alternativen kamen bei unseren Bewohnern zur Anwendung:
- Bodennahe Pflege (Pflegenest) - die BewohnerInnen
werden ohne Bett nur auf der Matratze liegend gepflegt und versorgt.
- Einsatz von Sturzpräventionsmatten - das Bettgitter bleibt
unaufgezogen, Stürze aus dem Bett werden im Sinne einer freien
Willensausübung des/r Bewohners/in in Kauf genommen,
durch die Präventionsmatte oder Matratze allerdings abgepuffert
und bleiben damit meist folgenlos (keineFrakturengefahr)
- Einsatz von speziellen Pflegebetten - Die Liegefläche dieser
Betten befindet sich ca. 20-25 cm über dem Bodenniveau und erlaubt
daher den Verzicht auf das Bettgitter, weil ein mögliches hinausrollen
aus dieser Höhenposition bei gesichertem Vorfeld keine Verletzungen
nach sich zieht.
- Verzicht auf Fixiergurte - auf Fixiergurte im Bett wurde vollständig
verzichtet auf Gurte im Rollstuhl ebenso, diese wurden aber
z. T. nach Stürzen der Bewohner wieder angelegt.
Das Ergebnis der mit zusätzlichem Pflegeeinsatz verbundenen alternativen Maßnahmen kann sich sehen lassen:
- Anteil an FEM zu Projektbeginn 09.05.11 bezogen auf alle Bewohner des Hauses: 29,76 %
- Anteil nach Durchführung alternativer Maßnahmen bis 10.06.11: 15,19 %
- Aktueller Stand 07.07.11 nach partieller Ablehnung der alternativen Maßnahmen durch die betroffenen Bewohner
bzw. deren Betreuer: 17,28 %
-
Wir führen ein monatliches monitoring jeder einzelnen FEM-Maßnahme mit regelmäßiger Überprüfung von
Alternativen durch. Unser Ziel ist es, dass im Pflegealltag nicht
die Fixierung sondern die Alternative zur Normalität wird, die
betroffenen Bewohner ein höheres Maß an Freizügigkeit und Lebensqualität
genießen und diese grundsätzliche Haltung und Praxis allen Beteiligten
als win–win-Situation bewusst wird.
|
 |
|
|
|
|
|
 |
FSJ-Gruppe gestaltet mit Senioren in St. Elisabeth
Die in caritativen Einrichtungen beschäftigten
Jugendlichen im freiwilligen, sozialen Jahr treffen sich jährlich
im Mai zu ihrem Abschlußkurs im Jugendhaus Josefstal in Neuhaus.
Regelmäßig werden die Bewohner unseres Altenheims in die Projektarbeit
der engagierten Arbeitsgruppen miteinbezogen. So auch in diesem
Jahr, wo in gemeinsamer Arbeit eine Gartenbank gestaltet und bemalt
werden soll. Die Begegnungen zwischen den jungen Menschen und
den Heimbewohnern bei gemeinsamem Tun und Feiern sind wertvoll
und zahlreich. Das Projekt umfasst einen Vorbereitungstag und
einen Ausführungstag und soll alte und junge Menschen zusammen
führen. Zur Freude der Bewohner sind auch die Kinder aus dem Pfarrkindergarten
in Neuhaus mit „von der Partie“ und sorgen dafür, dass dieser
gemeinsame Tag wahrlich ein Generationentreffen wird.
Ein Hochbeet zum „Garteln und Gießen“
Mitarbeiter unserer Einrichtung und die „Weggefährten“
bauen unter Beteiligung unserer Bewohner ein Hochbeet, in dem
Kräuter gezogen und geerntet werden sollen. Das Hochbeet
wird selbstverständlich auch für Rollstuhlfahrer/innen erreichbar
und bearbeitbar sein. Hier soll nicht nur der Schnittlauch für
die hervorragenden Suppen aus unserer Küche wachsen, sondern
auch die Freude der Bewohner im Umgang mit Pflanzen, dem Wetter
und dem Unkraut.
Konzept zur Sterbebegleitung in St. Elisabeth
Die jährliche Frühjahrsklausur der Leitenden
Mitarbeiter/innen in St. Elisabeth stand heuer unter dem Thema
„Sterben in St. Elisabeth“ . Unter der Leitung und Moderation
von Pfarrer Matthias Striebeck fanden die Mitarbeiter/innen über
die persönliche Perspektive auf das eigene Sterben und die
Erfahrungen im Heimalltag den Zugang zu den wichtigsten Themenfeldern
die das „institutionelle Sterben“ wieder persönlich und einzigartig
machen kann. Aus diesen Themenfeldern wird eine Arbeitsgruppe
ein praxisorientiertes Konzept erarbeiten, das dem Sterben von
Menschen im Altenheim St. Elisabeth und deren Begleitung durch
Angehörige, Mitarbeiter/innen Seelsorger, Ärzten/innen
die angemessene Bedeutung und Würde aber auch Raum und Zeit
dafür sichern soll.
|
 |
|
|
|
|
|
 |
Sturzprävention
Nach Abschluß des dreijährigen von der AOK begleiteten
Sturzpräventionsprojekts in St. Elisabeth kann ein positives Resümee
gezogen werden. Der Bewußtseinsstand zur Prophylaxe von Stürzen
und die Umsetzung entsprechender Maßnahmen hat sich bei Bewohnern
und Mitarbeitern/innen deutlich erhöht. Innerhalb der Sturzpräventionsgruppe
kann von einer signifikanten Verringerung der Sturzhäufigkeit
und einem spürbaren Gewinn an Sicherheit in der alltäglichen Mobilität
gesprochen werden. Die Teilnehmer/innen sind wie eh und je mit
Begeisterung bei der Sache und freuen sich auf die regelmäßigen
Treffen. Frau Köddermann, die die Gruppe seit Jahren leitet und
auch so manche gesellige Zusammenkunft organisiert hat, wertet
mit der Pflegedienstleitung die Sturzprotokolle eines Jahres im
Hause aus und informiert Kollegen/innen in einer Fortbildungsveranstaltung
über die Ergebnisse und erforderliche Maßnahmen die sich für die
Betreuungspraxis daraus ergeben. Natürlich werden diese Ergebnisse
auch unseren Bewohnern vermittelt und zugänglich gemacht.
|
 |
|
|
|
|
|
 |
Hundebesuchsdienst in St. Elisabeth
Frau
Anne Stumbaum und ihr Hund Moritz besuchen seit September 2008
die Bewohner/innen des Altenheims St. Elisabeth in Neuhaus. Moritz
ist ein außerordentlich freundlicher Mischlingshund, der
zur Freude der Bewohner/innen regelmäßig alle zwei
Wochen am Montagnachmittag zu Besuch kommt.
Dabei gibt es leuchtende Augenpaare, freudige, manchmal auch lustige
Momente, Erinnerungen der Heimbewohner an ehemalige Beziehungen
zwischen ihnen und ihren Tieren.
Die Besuche von Moritz und Frau Stumbaum beleben die Montagnachmittage
unserer Bewohner/innen und schaffen Bezug zum "Hund" und den individuellen
Erfahrungen mit Haustieren.
|
 |
|
|