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Neuer Pflegebedürftigkeitsbegriff – Neuausrichtung der Pflege

Mit dem Pflegestärkungsgesetz II wurden ab 01.01.2017 eine Reihe wesentlicher Änderungen für die Pflege alter, hilfsbedürftige Menschen eingeführt. Dies betrifft alle Bereiche der Pflegelandschaft von der häuslichen, privaten Pflege über die institutionelle, ambulante Pflege bis hin zur stationären Pflege in professionellen Altenpflegeeinrichtungen. Die grundsätzliche Änderung in der Betrachtung der Pflegesituation eines Pflegebedürftigen von der früheren Fragestellung, "was kann er/sie nicht mehr und wo müssen körperliche, seelische oder soziale Defizite ausgeglichen werden", zu der Fragestellung, "was kann er/sie noch und wobei müssen wir In /sie unterstützen um ein Höchstmaß an Selbstständigkeit zu erreichen", fordert ein Umdenken jeder einzelnen Pflegekraft und ein hohes Maß an fachlicher Urteilskraft und Entscheidungsfähigkeit um der individuellen Situation jedes/r Bewohners/in menschlich und pflegerisch gerecht zu werden.
Wir haben in Zusammenarbeit mit dem Fortbildungsinstitut der Caritas in München eine Fortbildungsreihe für unsere Pflegemitarbeiter/innen bereits im Herbst 2016 begonnen, die den Kolleginnen und Kollegen die Grundlagen dieser pflegerischen Neuausrichtung vermitteln und Sie mit der reduzierten Form der Pflegedokumentation in der dadurch veränderten Pflegepraxis bekannt und vertraut machen soll.
Die Umsetzung der neuen Zielsetzung in der professionellen, stationären Altenpflege fordert viel von den beteiligten Mitarbeiter/innen und verlangt neben der täglichen Arbeit den kompletten Wandel unserer elektronischen Pflegedokumentation, mit den dafür vorgesehenen, neuen software-Werkzeugen zu vollziehen. Vorbereitende Schulungen sind zwar auch in diesem Bereich schon gelaufen, der Härtetest in der Praxis erweist sich allerdings erst jetzt im ersten Halbjahr 2017.

Qualitätsbeauftragte für die Pflege

Seit dem 01.12.2016 arbeitet eine erfahrene, weitreichend ausgebildete Kollegin mit einem Teil ihrer Arbeiszeit als Qualitätsbeauftragte für die Pflege. Sie organisiert die Fortbildungen im Haus, überprüft und aktualisiert Pflegestandards und berät Kolleginnen und Kollegen im Pflegebereich in allen praktischen und fachlichen Fragen des Pflegealltags.

Neuausrichtung der elektronischen Pflegedokumentation

Die konzertierten Bemühungen der Pflegenden, der Pflegefachverbände, der Politik und der Pflegewissenschaft haben eine verschlankte Form der Pflegedokumentation hervorgebracht, die auf den Grundlagen des neuen Pflegebedürftigkeitsbegriffs beruht und mit dem zentralen Instrument der „Strukturierten Informationssammlung” (SIS) einen Gutteil der bisherigen Leistungsdokumentation, wie auch der klassischen Pflegeplanung nach Krohwinkel (von uns genutztes Pflegemodell) überflüssig machen wird.

Die Firma DAN, mit deren software wir unsere Pflege dokumentieren, hat ein entsprechendes EDV–Werkzeug entwickelt um diesen Änderungen gerecht zu werden und das Dokumentationsgeschehen weiter zu erleichtern und zu verkürzen. Wir werden in der zweiten Hälfte des Jahres 2015 und wohl auch im ersten Halbjahr 2016 damit beschäftigt sein die Inhalte dieses Moduls im Haus um zu setzen und die Mitarbeiter/innen gründlich darin zu schulen.

Wundversorgung

Seit April 2014 wird die Wundversorgung in beiden Wohnbereichen von einer zur Wundmanagerin ausgebildeten Mitarbeiterin unterstützt. Sie arbeitet mit unserer externen Wundberaterin zusammen und erarbeitet Lösungen für betroffene Bewohner/innen und setzt sie um. Selbstverständlich steht sie ebenfalls allen Pflegemitarbeitern/innen in allen Fragen der Wundversorgung beratend zur Seite.

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